Woman with Puzzle Pieces | Jack R. Hayes

Dein Leben ist nur ein Gefühl

01 Jul, 2021 | Artikel, Psychologie

Du bist ein Roboter? Nein? Gut. Dann ist die Sache klar. Dein Leben ist nur ein Gefühl – und nichts als ein Gefühl.

Roboter interessiert es nicht, was passiert oder auch nicht passiert – Menschen hingegen für gewöhnlich schon. Und darin besteht auch das ganze „Problem“.

 

Was ist das Ziel?

Als Mensch streben wir stets danach, unser Leben auf irgendeine Weise zu verbessern. Was auch immer es ist, das wir wollen, üblicherweise wollen wir immer mehr. Aber warum? Wofür?

Im Zentrum unseres Verlangens steht immer ein einhergehender Wandel unserer Gefühlsalge. Ein Gefühl über uns selbst, ein Gefühl über Andere, oder ein Gefühl, das Andere für uns haben und entwickeln sollen.

Wäre unsere Welt perfekt, wäre das eine Gefühl, nachdem jeder von uns streben würde, die Liebe. Und damit soll nicht die rein romantische Liebe gemeint sein. Falls du (noch) nicht wissen wolltest, was zur Hölle Liebe sonst sein soll, dann lies das UMHB. Dort findest du eine ausführliche Erklärung.

Was für ein Glück also, dass – schockierenderweise oder auch nicht – unsere Welt in der Tat bereits absolut perfekt ist, so wie sie ist. (Man bemerke: absolut perfekt, nicht subjektiv relativ. „Hääh?!“)

Und auch die Liebe ist es, nach der jeder von uns hinterher ist. Auf welche Weise auch immer das sein mag. Drogenkonsum, übermäßiger Medienkonsum, Kaufräusche, Sexsucht, Wutanfälle, Vandalismus, Mord, Gruppenzwang, White-Collar Crime.

Völlig egal, was es ist; im Kern ist es immer die Liebe, die uns zu dem treibt, was wir tun.

Wir wollen eine Einheit erschaffen, eine Harmonie, eine Kohärenz aller beteiligten Bestandteile. Manch einer versucht das auf einem kleineren, wenige Andere auf einem großen und immer größeren Level – mit fast immerzu verschiedenen Mitteln und Wegen.

 

Lebst du oder lässt du dich leben?

So weit so gut. Letzten Endes verbliebt die unterliegende Grundproblematik jedoch immer noch dieselbe.

Insofern wir also kontinuierlich davon ausgehen, dass es immer externe Dinge sind, die unsere Gefühlslage und damit auch unsere Lebenswahrnehmung ändern sollen und es nie wir selbst sind, die zum Bestimmer und Leiter unserer emotionalen Innenwelt werden, so bleiben wir auf ewig gefangen im Teufelskreis unseres Lebens-Outsourcings.

Nur also ein weiterer Grund dafür, warum wird damit anfangen sollten, uns ein Verständnisfundament unserer eigenen Psyche aufzubauen. Wer es nicht tut, der bleibt halt freiwillig weiter dumm.

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